2. Summer School für Schlafmedizin und Schlafforschung

Gelungener Auftakt

Am Wochenende des 01. Und 02. September fand in Düsseldorf im Schloss Mickeln die erste Summer School Schlafmedizin der NRW-GSM statt.
Studierende verschiedener Fachbereiche wie Psychologie, Medizin und Zahnmedizin sowie Ärzte, Psychotherapeuten, Biologen und Informatiker fanden sich ein um Einblicke in die zahlreichen Facetten der Schlafmedizin zu bekommen.
Organisiert wurde die Veranstaltung vom Nachwuchs der NRW-GSM in Kooperation mit der DGSM führend von Annika Gieselmann, Marc Nordmann, Diana Pesy, Sarah Terjung, Simon Herkenrath, Martina Neddermann und Corinna Frohn. Die engagierten Schlafinteressierten treffen sich regelmäßig zu einem Stammtisch Schlafmedizin, wo sie sich austauschen sowie Ideen entwickeln und voranbringen.
Durch den Einsatz renommierter Schlafmediziner und Nachwuchs-Schlafmediziner wurde bei der Summer School ein abgerundetes Vortragskonzept geschaffen.
Den Auftakt machten hierbei die Professoren Geert Mayer und Helmut Teschler, die die Teilnehmer mitnahmen zu den Anfängen der Schlafmedizin im Allgemeinen und im eigenen Leben und es schafften,  die Teilnehmer zu motivieren und interessieren.
Einen Überblick über Schlaf im Laufe des Lebens und die Besonderheiten des Schlafs im Kindesalter gab der Vorsitzende der DGSM Prof. Alfred Wiater. Nachfolgend ergänzte Prof. Reinhard Pietrowsky die Thematik mit einem grundlagenorientierten Vortrag über die Themen Schlaf und Gedächtnis.
Dr. Torsten Schäfer brachte den Teilnehmern die physiologischen Grundlagen durch praktische Übungen nahe, wobei verschiedene Atemstörungen im Schlaf live dargestellt wurden.
Die Theorie verschiedener schlafbezogenen Atmungsstörungen in ihren verschiedenen Facetten wurden von Simon Herkenrath, Georg Nilius  und dem Vorsitzenden der NRW-GSM Winfried Randerath auf anschauliche Weise in einander ergänzenden Vorträgen vermittelt.
Winfried Hohenhorst legte aus Nals-Nasen-Ohren-ärztlicher Sicht den Schwerpunkt auf das Schnarchen und untermauerte seinen Vortrag mit praktischen Beispielen und Videos.
Alexander Meyer führte Möglichkeiten der zahnärztlichen Behandlung der schlafbezogenen Atmungsstörungen aus, berichtete aber auch über weitere schlafbezogenen Aspekte, insbesondere den Bruxismus. Auch Herr Meyer konnte die Teilnehmer mit faszinierendem Bildmaterial begeistern.
Ein Höhepunkt des Programms war die Bereitschaft einiger Patienten ihrer Erfahrungen und Erlebnisse zum Thema schlafbezogenen Atmungsstörungen sowie auch zu neurologischen und psychiatrischen Aspekten zu  berichteten und sich anschließend auch den Fragen des Auditoriums zu stellen. Dabei entstand ein fesselnder Dialog. Besonderen Wert legten die Patienten dabei auf den langen Weg von der Erstmanifestation bis zur Diagnose der Erkrankung, was allen Teilnehmern noch einmal die Wichtigkeit der Schlafmedizin und ihrer Interdisziplinarität verdeutlichte.
Sarah Terjung führte durch einen Praxisworkshop, bei dem Masken und Geräte vorgeführt und ausprobiert werden konnten, welche von der Firma Heinen und Löwenstein freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden. So konnte das Thema der schlafbezogenen Atmungsstörungen „am eigenen Leib“ abgerundet werden.
Anschließend ließ man gemeinsam den Abend ausklingen.
Frau Christine Norra spannte schon am ersten Tag den Bogen zu den am zweiten Tag folgenden neuro-psychiatrischen Themen, indem sie über Schlaf und Suizidalität berichtete und damit vor allem verdeutlichte, wie wichtig der psychopathologische Befund für jede klinische Situation ist.
Ein großer Teil des Programms am zweiten Tag stand im Zeichen der Neurologie.
Den Einfluss schlafbezogener Erkrankungen auf das kardio-vaskuläre System und derer des kardio-vaskulären Systems auf den Schlaf wurden von Oliver Höffken unter anderem am Beispiel des Schlaganfalls dargestellt.
Anschließend zeigte Carl-Albrecht Haensch unter Nutzung spannender Videos verschiedene schlafbezogen Bewegungsstörungen anschaulich auf.
Neuropsychologische Testungen, welche vor allem der diagnostischen Einschätzung und Überprüfung der Vigilanz dienen, wurden von Diana Pesy mit Bildmaterial beschrieben.
Mit Untermauerung durch Patienten berichtete Prof. Geert Mayer über Hypersomnien und im Besonderen über die Narkolepsie.
Stets auf Interesse treffen die Themen Träume und Albträume; von der Geschichte der Traumdeutung bis hin zur Therapie von Albträumen berichteten Marc Nordmann und Annika Gieselmann.
Zum Thema der nicht-organischen Schlafstörungen und deren Therapien mit dem Schwerpunkt der Insomnien berichteten Corinna Frohn und Angelika Schlarb, wobei sowohl die Erwachsenen- als auch die Kinder- und Jugendmedizin berücksichtigt wurden.

Selbstverständlich konnten die Schlafmedizinischen Themen nicht in ihrer Bandbreite beleuchtet werden, aber die Komplexität und Interdisziplinarität konnte gezeigt werden; Interesse und Begeisterung für die Schlafmedizin wurden geweckt. Es fand ein reger Austausch nicht nur zwischen den Teilnehmern untereinander, sondern auch zwischen Teilnehmern und Referenten bzw. Organisatoren statt.
Da man Gutes immer noch besser machen kann haben die Organisatoren zwar schon eine lange Liste von Verbesserungsideen, aber auch schon eine Warteliste für Teilnehmer im nächsten Jahr!
An dieser Stelle möchten wir den Referenten und Teilnehmern der NRW-GSM und der DGSM danken, dass sie diese großartige Veranstaltung möglich gemacht haben.

Wer aktiv am Stammtisch Schlafmedizin oder den geplanten Projekten teilnehmen möchte kann gerne jederzeit unter corinnafrohn@gmail.com Kontakt aufnehmen. Ideen jeder Art, Verbesserungs- und Ergänzungsvorschläge sind herzlich Willkommen!

Bei Fragen wenden Sie sich gern an summerschool@nrw-gsm.de

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